Montag, 11. Dezember 2017

Beginn der Unterwerfung

Döpfner ist spät dran. Aber er spricht aus, was dieses Land innerlich zerstört seit 2015. Und er spricht es aus in den Tagen, an denen sich das Land langsam abwendet von Angela Merkel. Denn sie trägt die Verantwortung dafür..
Von Bildchef Mathias Döpfner | Stand: 18.11.2017
Das Frankfurter Urteil, die Beförderung eines israelischen Passagiers sei für eine kuwaitische Airline nicht „zumutbar“, sorgt nur für wenig Empörung. Mich erinnert es an Auschwitz und Entebbe 1976.
Ich habe den Atem angehalten. Ich wollte spüren und messen, wie lange es dauert nach dem schrecklichen Urteil von Frankfurt, in dem ein Richter es als „nicht zumutbar“ bezeichnet hat, dass Kuwait Airways einen Israeli von Frankfurt nach Bangkok transportiert. Ich wollte wissen, wie lange es dauert, bis eine grundstürzende Empörung den sonst so leicht zu empörenden medialen Raum erfüllt.
Wie schnell es geht, bis die sondierenden Parteichefs ihren seit Wochen andauernden Vorlese-Marathon von Parteiprogrammen unterbrechen, um sich zu einem wirklich wichtigen, hochpolitischen Grundsatz-Fall zu äußern. Und ich wollte wissen, ob und wann die Kanzlerin ein Machtwort spricht.
Bildchef Mathias Döpfner in WELT: "Der Beginn der Unterwerfung"

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Sicherheitsrisiko Passfälschung

Das boomende Geschäft mit falschen Identitäten
Kriminalität und gefälschte Identitäten sind hierzulande ein immer größer werdendes Problem. Ermittler schät- zen, dass Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen, mit falschen Identitäten, vielleicht sogar mit mehreren, bei uns leben.
Während die Polizei mit Befugnissen aus dem vorherigen Jahrhunderrt gegen internationale Verbrecher mit Methoden des 21. Jahrhundert auf verlorem Posten steht, fehlt bei den Meldebehörden die notwendige technische Ausstattung, um gefälschte Ausweispapiere zu erkennen, mit deren Hilfe sich Sozialleistungen aller Art erschleichen lassen.
Unsere Meldebehörden sind nach Recherchen des Teams von zdf-info das größte Einfallstor für Menschen mit falschen Identitäten in Deutschland. Bei den Einwohnermeldeämtern gibt es Lücken - vor allem, was die Ausrüstung der Mitarbeiter angeht. In der überwiegenden Mehrzahl der Ämter sind sie nicht in der Lage, Originale von Fälschungen zu unterscheiden.  So sagt der Dienststellenleiter des Einwohnermeldeamtes in Nürnberg, Olaf Kuch, im Interview mit ZDFinfo: "Es gibt sicherlich einige Meldebehörden, die personell und technisch nicht in der Lage sind, diese Prüfung so vorzunehmen. Und dann ist es eben nur ein Hin- und Herschieben, ein Verdrängungseffekt, den Sie dann haben. Wenn eine Behörde das tut, meldet man sich eben bei der anderen Behörde an." Nürnberg hat Dokumentenprüfgeräte im Einsatz und erkennt im Schnitt 10 falsche Dokumente in der Woche.
Es gibt aber 5.500 Meldeämter, von denen lediglich etwa 250 mit Dokumentenprüfgeräten ausgestattet sind. Darüber hinaus sind allein in Deutschland 700.000 Reisepässe, 5.000.000 Personalausweise und 1.400.000 Führerscheine als "verloren" gemeldet worden, die ersetzt werden mussten...
Das Team von "zdf-info" zeigt in seiner Doku "Sicherheitsrisiko Passfälschung"  (sehenswert!) u.a., wie einfach es z.B. ist, in Athen für 350 Euro an einen gefälschten franzözischen Ausweis zu kommen, mit dem man sich in Deutschland als "EU-Bürger" problemlos anmelden kann, weil diese Ausweise hier noch weniger bekannt sind.

Ausblick bis 2035

Focus Online:
"Der National Intelligence Coun- cil, ein Thinktank der amerikanischen Dienste, beschäftigt sich in regelmäßigen Abständen damit, die Zukunft abzusehen und über Strategien nachzudenken. Wer ebenfalls über den Tellerrand der Tagesmeldungen hinausschauen möchte, hat mit dem Band „Die Welt im Jahr 2035 gesehen von der CIA“ ein ausgezeichnetes Buch zur Hand, das unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert."
"Um mit Europa zu beginnen: Hier schlägt der Bericht mit einem düsteren Ausblick auf die nächsten fünf Jahre auf. „In den nächsten fünf Jahren wird Europa sich mit der Möglichkeit auseinandersetzen müssen, dass sich das europäische Projekt auflöst, während die Nachkriegsordnung durch Zuwanderungsströme aus der instabilen, oft bedrohlichen Peripherie und durch die Zwänge einer globalisierten Wirtschaft, die die globale Ungleichheit verstärken, zunehmend unter Druck gerät".
Weiter wird u.a. festgestellt, dass die europäischen Staaten bis 2035 weiter altern werden. Das Medianalter – eine Altersangabe, die ermittelt wird, wenn man die Gesellschaft halbiert, 50 Prozent sind also jünger, 50 Prozent älter als die Altersangabe – wird dann in Deutschland bei 49,6 Jahren liegen, in Frankreich bei 43,3 Jahren. Zum Vergleich: In Niger wird das Medianalter 2035 gerade einmal 15,7 Jahre betragen, im Kongo 19,4 und in Nigeria 20 Jahre.
Das bedeutet, dass dort hunderte von Millionen junger Leute Arbeit suchen....

Mittwoch, 29. November 2017

Messerattacken

In den ersten 5 Monaten dieses Jahres gab es in Deutschland nach Auswertung von Polizeiberichten 1.600 Messerattacken . Das waren 300 jeden Monat oder 10 jeden Tag. Nur die wenigsten schafften es in ddie überregionalen Medien. Darunter zwei, die besonders herausgestellt wurden: Die Attacken gegen die Kölner Oberbürgermeisterin und jüngst gegen den Bürgermeister von Altena. 
In diesem Zusammen hang fiel mir nachfolgender Artikel in die Hände.
Von A.R. Göhring
Altena und Oberhausen: Gute Opfer, schlechte Opfer? Richtige Täter, falsche Täter? 
Die politische Korrektheit, die bestimmte Minderheiten als nicht kritisierbare Heilige Kühe betrachtet und damit schwerwiegende oder gar tödliche Probleme ignoriert, führt medial wieder einmal seltsame Tänze auf.
Wie schon Anfang 2016, als die ansonsten so Sexismus-fixierten Medien die an Silvester massenhaft gezeigte Frauenverachtung mohammedanischer Männer zu vertuschen versuchte, werden aktuell wieder einmal die ideologisch „richtigen“ Verbrechen mit den „richtigen“ Tätern, medial gründlich behandelt. Weitaus schlimmere Verbrechen mit den „falschen“ Tätern und „schlechten“ Opfern werden hingegen bestenfalls regional und auch nur kurz abgehandelt.
Wie David Berger an dieser Stelle schon kommentierte, hat ein Asylkurs-Gegner in der sauerländischen Kleinstadt Altena (ca. 17.000 Einwohner) den örtlichen Bürgermeister mit einem Messer attackiert und leicht verletzt. Als Grund gab der Kriminelle an, BM Andreas Hollstein (CDU) würde mehr Asylbewerber in der kleinen Stadt aufnehmen als er muss, und um die eigenen Bürger würde er sich nicht kümmern.
Der Vorfall wurde von der Tagesschau gleich an erster Stelle genannt und von allen bundesweiten Medien den ganzen Tag herauf- und herunter berichtet. 
Die sonst zurückhaltende Merkel und natürlich der unvermeidliche Noch-Justizminister Heiko Maas waren sofort mit Betroffenheitsbekundungen zur Stelle. Die Linken-Politikerin Katja Kipping machte die AfD für den Anschlag verantwortlich.
Wissen Sie eigentlich, lieber Leser, von der fast zeitgleichen Messerattacke in Oberhausen? Nicht? Obwohl dort ein 20-jähriger Mann von drei Marokkanern getötet wurde, statt nur eine leichte Fleischwunde zu erhalten?
Nun, ich habe auch nur – fast zufällig – durch einen Tipp bei Facebook davon erfahren; Stunden nach der Information über den Messerstecher in Altena.
Was ist der Unterschied zwischen den beiden Taten, abgesehen von den krass unterschiedlichen Folgen für die beiden Opfer?
Nun – es liegt einzig an der Identität der Täter und Opfer in beiden Fällen. In Altena war das Opfer ein von Merkel ausgezeichneter Unterstützer der katastrophalen Asylpolitik (gutes Opfer), und der Täter war ein Feind der medial gut beleumundeten Merkelpolitik (guter Täter).
In Oberhausen war das Opfer allem Anschein nach ein anonymer Deutscher (schlechtes Opfer), und die Täter waren mohammedanische Immigranten (schlechte Täter).
Man muß wahrscheinlich schon froh sein, dass neben den örtlichen Blättern und Sendern wie RP und WDR der überregionale Focus davon berichtet.
Man las viel in den vergangenen zwei Jahren über Medienversagen und ideologische Scheuklappen der politischen Journalisten in Deutschland. Es wurde verschiedentlich Besserung gelobt. Der aktuelle Fall der zwei ungleichen Messerattacken zeigt: Es hat sich nichts geändert, und ohne wirtschaftlichen Druck wird sich auch nichts ändern. Daher kann man als mündiger Bürger nur hoffen, dass die GEZ bald abgeschafft wird und die versagenden Privatzeitungen derart viele Leser verlieren, dass sie umdenken müssen.
Inzwischen hat der zuständige Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli bereits am Dienstag der Presse mitgeteilt, dass Hintergrund der Tat auch der Umstand sein könnte, dass dem Täter das Wasser abgestellt sei, da das Haus, in dem er wohne,  zwangsversteigert worden sei. Und dass die Ermittler  von einer spontanen Tat ausgehen und dass der Täter wohl erst im Döner erkannt habe, dass der andere Kunde der Bürgermeister war.
War der Angriff also eine Verzweifelungstat? Vielleicht haben ja Sie diese Ermittlungsergebniss in der "Tagesschau" oder bei "heute" bzw. in den überregionalen Mainstreammedien mitbekommen. Ich nicht ....
In der Nacht vom 01.zum 02.12. hat ein angeblich 17-jähriger aus Guinea eine 21-jährige in Celle auf offener Straße niedergestochen und schwer verletzt.  "Tageschau" und "heute" ? Fehlanzeige. Falscher Täter und lokales Ereignis. Aber vielleicht macht Maischberger eine Sondersendung....

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Die Debatte - "Das Spanien von heute ist die Schande Europas"

Seit drei Jahrhunderten unterdrückt Kastilien die Katalanen. Was als Bündnis auf Augenhöhe begann, endete in Zentralismus und kultureller Bevormundung: Plädoyer für eine Scheidung – auch wenn sie vorläufig verschoben wurde
Von Albert Sanchez Pinol im Focus 42/2017
Können Sie sich das vorstellen: eine Menschenmenge, die Schlange steht, nur um ihr Grundrecht auf freies Wählen auszuüben? Und stellen Sie sich weiter einen Staat vor, der diese Leute bedroht und behauptet: „Wählen ist illegal.“ Und der schickt dann angesichts der demokratischen Sturheit der Bevölkerung Abertausende Polizisten los, um die Wahlurnen zu beschlagnahmen. Stellen Sie sich schließlich die Bürger vor, wie sie friedlich die Wahllokale verteidigen und zur Gewaltlosigkeit aufrufen, bis sie von Spezialeinheiten angegriffen werden, die die Urnen mitnehmen und über 800 Zivilisten verletzen. Nein, Sie brauchen sich das gar nicht alles vorzustellen: So unglaublich es erscheinen mag, all das ist bereits geschehen, am 1. Oktober 2017, im Herzen Europas. In Katalonien. Bis ins 15. Jahrhundert war Katalonien ein unabhängiges Königreich.
Dann aber kam es den katalanischen und kastilischen Dynastien in den Sinn, sich zusammenzuschließen, und zwar per königlicher Hochzeit.